Die Geschichte und Kultivierung des steirischen Kürbis.

Der Kürbis dürfte eine der ältesten Kulturpflanzen der Weit sein, die ältesten Kürbisfunde des gewöhnlichen Kürbis (Cucurbita pepo) wurden von Wissenschaftern um die Zeit von 10.700 bis 9.200 v. Christi datiert.

Sie stammen aus dem Süden Mexikos. Dort belegen archäologische Funde, daß die öl- und eiweißreichen Kürbissamen den Ur-Amerikanern noch vor Mais und Bohnen als Nahrungsmittel dienten.

Amerika als Herkunftsgebiet des Kürbisses ist durch verschiedene Hinweise auf einen Anbau durch nord-und Südamerikanische Indianerstämme bestens belegt. Erst nachdem Christoph Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts Amerika entdeckt hatte, kam der Kürbis nach Europa. Die Kürbis-Familie besitzt eine außergewöhnliche große Verwandschaft, so unter anderem die Gattung Cucumis (Gurken, Melonen), Lagenaria (Fla schenkürb isse). Luffa (Schwammkürbisse) und eben die Gattung Cucurbita, die wiederum in 15 Arten unterteilt wird. Eine dieser Arten ist Cucurbita pepo L., dessen Varietät styrica , der sogenannte schalenlose Ölkürbis, in Österreich und den umliegenden südlichen und östlichen Staaten kultiviert wird. Diese Schalenlosigkeit ist vermutlich durch eine natürliche Mutation entstanden. Bei der Gewinnung von Kürbiskernöl bietet diese scha len lose bzw. weichschalige Form vor al lem technische Vorteile, da das Schä len entfällt und die Rückstände (Preßkuchen) ohne Schwierigkeiten verfüttert werden können.


Kürbiskernöl und Kürbiskerne waren wegen des typischen, nußartigen Geschmacks und der wertvollen Inhaltsstoffe in der Gunst des Menschen schon immer deutlich höher angesiedelt als der Kürbis selbst!


Wurde das Fruchtfleisch vor einigen Jahrzehnten noch als Viehfutter oder zur Marmeladeherstellung genutzt, so bleibt es heute als verrottender Rückstand auf den Feldern zurück. Kürbiskernöl und Kürbiskerne waren wegen des typischen, nußartigen Geschmacks und der wertvollen Inhaltsstoffe in der Gunst des Menschen schon immer deutlich höher angesiedelt als der Kürbis selbst. Eine Verbesserung der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe ist auch Inhalt eines Züchtungsprogrammes der Saatzucht Gleisdorf. Weitere Bestimmungen liegen im Bereich der Ertragssicherung und -Steigerung und in der Anhebung des Resistenzniveaus, um bei diesem wertvollen Produkt selbst im konventionellen Anbau nicht gezwungen zu sein, chemische Pflanze nschutzmittel anwenden zu müssen. Die Variation in den züchterisch bearbeitbaren Merkmal ist enorm. Es gibt Buschtypen und laQgtriebige Formen, marmorierte oder gestreifte Früchte, die länglich oder abgeflacht sind, Unterschiede in der Lösbarkeit der Kerne vom Fruchtfleisch, längliche oder abgerundete Samen mit unterschiedlicher Dicke und Färbung von hellgrün bis dunkelgrün. Charakteristikum des "Steirischen Kürbiskerns" ist die dunkelgrüne Färbung, weshalb bei allen Weiterentwicklungen die Beibehaltung dieses Merkmals im Mittelpunkt steht.

Kürbiskerne

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